Grazia Pergoletti

Wurde in Basel als Tochter eines Einwanderers aus Assisi und einer Schweizerin geboren. Nach dem Vorkurs an der Schule für Gestaltung in Basel sammelte sie erste Bühnenerfahrungen am Jungen Theater Basel und erhielt ab 1984 ihre Schauspielausbildung in Bern. 1989 gründete sie mit Regisseurin Meret Matter und Schauspielerin Ruth Schwegler das Theater Club 111, mit welchem sie bis heute als Schauspielerin und Co-Autorin über 50 Produktionen realisiert. Mit der Truppe war sie 1989 bis 2001 am Aufbau des Tojo Theaters in der Reitschule Bern beteiligt und übernahm in dieser Zeit die Co-Leitung. 2016 kreierte sie mit der Truppe Mother T.-Rex und der Regisseurin Marie Bues das Stück «Metamorphosen», das international tourte, unter anderem ans Dramafest in Mexico-City.

Sie war mit zahlreichen Gastspielen an Festivals wie Impulse, Spielartfestival München, Fast Forward Braunschweig, Auawirleben Bern, Theaterspektakel und Festspiele Zürich vertreten, sowie mehrfach in Produktionen am HAU und den Sophiensälen Berlin, am Theater Rampe in Stuttgart, am Theater Chur, der Kaserne Basel und am Theaterhaus Gessnerallee Zürich zu sehen.

2004 bis 2007, sowie erneut 2017 bis 2021 war Pergoletti Ensemblemitglied am Stadttheater Bern, b.z.w. Konzert Theater Bern, zuletzt u.a. zu sehen in «Frau verschwindet. Versionen» und «Coco – ein Transgendermusical», welches zum Schweizer Theatertreffen eingeladen war. Gastengagements führten sie ans Schauspielhaus Zürich, ans Theaterhaus Jena, ans Theater Baselund ans Konzert und Theater St. Gallen.

Eine längere Zusammenarbeit verbindet sie mit den Regisseur*innen Meret Matter, Marie Bues und Tomas Schweigen. Weiter arbeitete sie u.a. mit Florentine Krafft, Christina Rast, Antje Schupp, Anna Papst, Barbara-David Brüesch, Sabine Boss, Annina Dullin, Zino Wey, Lorenz Nufer, Ed. Hauswirth, Markus Heinzelmann, Christoph Frick, Stefan Huber, Calixto Bieito, Jonas Knecht, Niko Eleftheriadis, Sebastian Klink, Cihan Inan, Henri Hüster, Ludger Engels, David Mouchtar-Samorai und Samuel Schwarz.

2023 wurde Grazia Pergoletti mit dem Kulturpreis der Bürgi-Willert-Stiftung ausgezeichnet. 2023/24 steht sie am Neuen Theater Dornach in der vielbeachteten CH-Uraufführung von «Judith Shakespeare – Rape and Revenge» von Paula Thielecke auf der Bühne (R: Florentine Krafft).

Grazia Pergoletti ist seit 2014 Dozentin für Schauspiel an der Stage Academy of Switzerland.

Produktion & Booking

Salome Rodríguez Bär
salome@produktionsdock.ch