vorschlag:hammer – DIE LEIDEN DER JUNGEN WÖRTER

„Wilhelm, was ist unserem Herzen die Welt ohne Liebe! Was eine Zauberlaterne ist ohne Licht! Kaum bringst du das Lämpchen hinein, so scheinen dir die buntesten Bilder an deine weiße Wand! Und wenn’s nichts wäre als das, als vorübergehende Phantome, so macht’s doch immer unser Glück, wenn wir wie frische Jungen davor stehen und uns über die Wundererscheinungen entzücken“

In Goethes Sturm und Drang Briefroman Die Leiden des jungen Werther erzählt der Protagonist immer nur von sich und seinem Erleben. Roland Barthes kündigt sein Buch Fragmente einer Sprache der Liebe mit folgendem Versprechen an: „Der Diskurs hat seine Hauptperson zurückbekommen, das ICH.“ Sein häufigstes Beispiel: Werther. Die Intimität des Briefs legt den Grundstein zur Äußerung maximaler Subjektivität und Selbstbezogenheit.

Zwischen R’n’B, Lichtspiel und unmittelbarem, performativen Sprechen sezieren vorschlag:hammer Die Leiden des jungen Werther, forschen nach Figuren möglicher Gefühlsäußerung und einer Erweiterung durch das Theater abseits des literarischen Texts. Wir suchen nach den Differenzen, die zwischen einem Sprechen über Gefühle und einer unmittelbaren Gefühlsäußerung liegen. Was ist also ein möglicher Ausdruck moderner Subjektivität und Gefühligkeit? in welchen dem Theater möglichen Sprachen kann wie über Gefühle und Leidenschaften verhandelt werden?

 

Eine Produktion von vorschlag:hammer in Koproduktion mit dem Ringlokschuppen Ruhr und in Kooperation mit dem Ballhaus Ost

Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Stiftung Niedersachsen, die Kunststiftung NRW und die Eberhard Stiftung.

Spielzeit

ROXY Birsfelden

Donnerstag, 2. Februar 2017, 20:00

Freitag, 3. Februar 2017, 20:00

Tickets

ROXY Birsfelden

Premiere

tickets@theater-roxy.ch

+41 (0)61 313 60 98

Mitwirkende

Stephan Stock, Gesine Hohmann, Kristofer Gudmundsson, Frieder Hepting

Andreas Greiner & Raul Walch

Juliane Hahn & Bernhard la Dous