Theater der Peinlichkeit – MOBBING CLOWNS

 

Hass ist überall. Ob im Amateurfussball, in Facebookkommentarspalten, oder im Weissen Haus. Wir sehen uns einer gesteigerten Bereitschaft gegenüber, Menschen aus verschiedenen Gründen abzuwerten, bis hin zur unverhohlenen Verachtung oder körperlichen Gewalt. Ist dies aber wirklich ein neuer Trend, oder erfahren wir vom Hass unserer Mitmenschen heutzutage einfach nur mehr, zumeist öfter als uns lieb ist?

Und was heisst das für junge Menschen? Wir – Lea Whitcher, Stephan Stock und Wanja van Suntum – entwickeln hierzu ein Theaterstück, das die Erfahrungen und Gedanken von Jugendlichen in eine groteske, verzerrte Bühnensprache transformiert und diese so an sie zurückspielt.

 

Wir gehen davon aus, dass Jugendliche zu Hass, Mobbing und Gewalt vielerlei zu sagen haben. Und zwar einiges, dem noch viel zu selten zugehört wird. Für die Recherche unseres Stückes kollaborieren wir mit zwei Zürcher Schulklassen im neunten Jahrgang. Wir besprechen mit ihnen den Zustand ihrer Lebenswelt, die verschiedenen Beziehungen, die sie führen und wie diese durch Gewalt bedroht sind. Oder bereits darauf fussen. Wir sehen die Jugendlichen hierbei als Expert*innen, mit denen wir einen intergenerationalen Dialog auf Augenhöhe führen. Das fertige Stück richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahren und kommt in Klassenzimmern und Theatern zur Aufführung. Es entsteht ein Hybridprojekt, dass das Theater in die Schule holt und die Lebenswelt der Jugendlichen ins Theater.

 

Für die Inszenierung dieser Texte dient uns die Figur des Clowns als ästhetisch-inhaltlicher Zugriff. Der Clown als eine archetypische Figur des Welttheaters ist ein Mobber und Gemobbter zugleich, ist Horrorclown und Sympathieträger, dämlich und weise. Die drei Perfomer*innen Stock, van Suntum, Whitcher wollen ihre persönliche Clown*in finden, um sich der komplexen Gewalt-Thematik entsprechend ambivalent zu nähern. Unterstützt werden sie dabei von der Produktionsleiterin Elena Conradt und der Theaterpädagogin Sarah Verny. Wir wollen nach theatralen Mitteln forschen, um dem Hass zu begegnen. Mitteln, die von unser aller Verstrickung in die Gewalt erzählen und sich doch in dem vielleicht letzten uns zugänglichen Trost versuchen: dem Humor.

 

Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik Zürich. Unterstützt von Stadt Zürich, Kanton Zürich, Schweizerische Interpretenstiftung SIS, Georg und Bertha Schwyzer-Winiker-Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Dr. Adolf Streuli Stiftung.

date
Team
Produktion & Booking
Fabriktheater Rote Fabrik

Donnerstag, 28. Februar 2019, 20:00 Premiere

Freitag, 1. März 2019, 20:00

Samstag, 2. März 2019, 20:00

Stephan Stock, Wanja van Suntum, Lea Whitcher

Sarah Verny

Elena Conradt, produktionsDOCK

Elena Conradt

elena@produktionsdock.ch

 

date

Fabriktheater Rote Fabrik

Donnerstag, 28. Februar 2019, 20:00 Premiere

Freitag, 1. März 2019, 20:00

Samstag, 2. März 2019, 20:00

Team

Stephan Stock, Wanja van Suntum, Lea Whitcher

Sarah Verny

Elena Conradt, produktionsDOCK

Produktion & Booking

Elena Conradt

elena@produktionsdock.ch