Daniel Hellmann – REQUIEM FOR A PIECE OF MEAT

Wie ist es möglich, dass wir unseren Körper als vollkommen verschieden vom Schinken auf unserem Sandwich wahrnehmen? Fleisch ist Kultur, auf unseren Tellern ebenso wie an unseren Knochen. Es ist aufgeladen mit einer Vielzahl von Traditionen und Ritualen, die gleichzeitig faszinieren und abstossen.

 

„Requiem for a piece of meat“ untersucht Fleisch als Material jenseits der gängigen Körperzuordnungen und Hierarchien. Tänzer*innen, Vokalist*innen, Haustiere, Nutztiere und Parasiten bringen unter der Regie von Daniel Hellmann die (Zu-)Ordnung der Körper ins Wanken. Tanzend, trippelnd und grunzend verwandeln sie die Bühne in einen Ort der speziesübergreifenden Begegnung. Wer ist hier Tier, Mensch, Ding? Wer ist wessen Nutztier?

 

Die vermeintlich klare Unterscheidung zwischen humaner und animalischer Existenz beginnt zu flimmern. Eine akribische, sinnliche und kulturkritische Untersuchung von Körperbildern formiert sich zu einem Requiem in sieben Sätzen. Im künstlichen Naturidyll verweben sich bewegte Körper und Fleischberge mit musikalischen Sprachen aus mehreren Epochen. Ein Auftragswerk des jungen Basler Komponisten Lukas Huber konfrontiert geistliche Choräle mit dem Sound von Gedärmen, den Stimmen von Tieren und der Musikalität von Tierverarbeitungsprozessen. Poesie und Sachlichkeit. Ein Abgesang auf das vermeintlich Feststehende. Eine Totenmesse mitten im Leben.

 

Daniel Hellmann beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Vielschichtigkeit des Körpers und der Fleischlichkeit – zuletzt in seinem Projekt „Traumboy“, eine Recherche im Feld von Sexualität und Sexarbeit. Mit „Requiem for a piece of meat“ führt er seine künstlerischen Studien zum Körper und dessen Instrumentalisierung ins Spannungsfeld von Tier und Mensch, Leben und Tod.

 

Eine Produktion von 3art3 Company & novantik project basel

 

In Koproduktion mit Gessnerallee Zürich, Théâtre Vidy Lausanne, Theater Chur, Gare du Nord Basel & Nationaltheater Mannheim & in Kooperation mit Tanzhaus Zürich & Théâtre Sévelin36 Lausanne

 

Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich, Fachausschuss Musik BS/BL, Pro Helvetia, Migros-Kulturprozent, Ernst Göhner Stiftung, Christoph Merian Stiftung, UBS Kulturstiftung, Sophie und Karl Binding Stiftung, Fondation Nestlé pour l’Art

 

Ausgezeichnet mit dem June Johnson Dance Prize 2015

Spielzeit

Konzert Theater Bern

Mittwoch, 21. Juni 2017, 18:00

Théâtre de Vidy, Lausanne

Dienstag, 25. April 2017, 19:00

Mittwoch, 26. April 2017, 20:00

Donnerstag, 27. April 2017, 21:00

Gare du Nord, Basel

Mittwoch, 5. April 2017, 20:00

Donnerstag, 6. April 2017, 20:00

Freitag, 7. April 2017, 20:00

Gessnerallee Zürich

Donnerstag, 23. März 2017, 20:00 Premiere

Samstag, 25. März 2017, 20:00

Sonntag, 26. März 2017, 18:00

Montag, 27. März 2017, 20:00

Dienstag, 28. März 2017, 20:00

Tickets

Konzert Theater Bern

Ticketbestellung

Mitwirkende

Braulio Bandeira, Giovanna Baviera, Géraldine Chollet, Lukas Huber, Hea Min Jung, Lena Kiepenheuer, Krassen Krastev, Florencia Menconi, Rui Stähelin

Daniel Hellmann

Abélia Nordmann, Lukas Huber, Daniel Hellmann

Johanna-Yasirra Kluhs

Theres Indermaur

Valérie Reding

Abélia Nordmann

Lukas Huber

Ursula Degen

Anna Lienert

Jessica Huber

Larissa Bizer

Florence Francisco

Lukas Huber, Marin Marais, Tarquinio Merula, Gérard Pape