Beatrice Fleischlin

1996-2000 Studium an der Schauspielakademie Zürich (heute HMTZH) 2002 bis 2007 entwickelte sie unter dem Label GASTSTUBE° mit N. Galeazzi und A. Liebmann Projekte an der Schnittstelle von Theater, Installation und Interaktion. Nach der Auflösung des Kollektivs war sie in Projekten von Thom Luz, Boris Nikitin, Andreas Liebmann, Gesine Danckwart als Performerin engagiert. Mit dem Besuch der Weiterbildung “dance intensiv” an der Tanzfabrik Berlin richtete sie sich künstlerisch noch einmal neu aus und begann eigene Projekte zu realisieren. 2009 gewann sie mit ihrem Solo >my ten favorite ways to undress / a personal hitlist< – eine Arbeit zu Körper und Selbstbestimmung – den Jurypreis Sophiensaele des Festivals 100° Berlin und tourte damit erfolgreich durch Deutschland und die Schweiz. Das war der Beginn einer Serie eigener Arbeiten mit Fokus auf Fragen von Identität und Existenz. Dabei sucht sie nach einer Formulierung von Existenz, die sich nicht ins Eindeutige bringen lässt. Zu Beginn waren dies Projekte am Übergang von Autobiografie und Fiktion. In den letzten Jahren begann sie sich dem Themenkomplex Identität – globale Verschiebungen – anzunähern.

 

Oft entstehen diese Arbeiten in Kooperation mit anderen Künster_innen. Mit dem Regisseur Jonas Knecht realisierte u.a. ihre erste Arbeit, die sich mit der Flüchtlingsthematik auseinandersetzte: >WILLKOMMEN IM PARADIES MEINES GUTEN GEFÜHLS<, (Januar 2015 Lokremise, St. Gallen). Mit Antje Schupp realisierte u.a. >ISLAM FÜR CHRISTEN – EIN CRASHKURS (LEVEL A1)< (2015: Basel, Wien, Zürich). Im Herbst 2015 kam >THINKING ABOUT MEDEA – DUKE MENDUAR MEDEAN< zur Premiere, eine albanisch-schweizerische Koproduktion, die nach Tirana, Durres, Basel und Aarau, im Mai 2016 auch am Südpol zu sehen war. Im September 2016 kam das Stück I JUST WANNA FUCKING DANCE oder BEGEISTERUNG UND PROTEST am Südpol zur Premiere (in Kollaboration mit der Performerin Anja Meser). Der Abend befragt, welche Bewegungen entstehen, wenn Menschen mit Systemen nicht einverstanden sind, sie aber keine Steine werfen wollen. (Vorstellungen Gessnerallee Zürich, Zeitgenössische Schweizer Tanztage 2017 Genf, Kaserne Basel, Sophiensaele Berlin, Theater Rampe Stuttgart).

Seit Sommer 2015 ist Beatrice Fleischlin “associated artist” am Südpol Luzern. Von April 2015 – April 2016 realisierte sie mit einer Gruppe von Freiwilligen jeweils am letzten Tag des Monats JUST ONE MINUTE! – ein Mahnmal im öffentlichen Raum, das an die Tragödie an den Grenzen Europa mahnte.

Im Mai 2017 realisierte sie zusammen mit Anja Meser RADICAL HOPE no1 / PILAUSBLICK am Südpol in Luzern. Das Projekt löste grosse Begeisterung aus und wurde im Herbst 2017 wiederaufgenommen.

Im Februar 2018 wird der zweite Teil der RADICAL HOPE Reihe, no2 / CREATURES im Südpol Luzern Premiere feiern.

 

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